Mit Katherina Kinzel
14. Juni 2010 | 20 Uhr | Im Moore 21, Raum A210 (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie)

Das Verhältnis von Marxismus und Feminismus war immer spannungsgeladen und eine systematische Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen im Kapitalismus bleibt in der Linken auch heute noch die Ausnahme. Der enge Fokus auf Lohnarbeit und das Klassenverhältnis führt oft zu einer Marginalisierung geschlechtsspezifischer Herrschaft, sowie der Rolle, welche die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und die Familie als Ort privatisierter Reproduktions- und Fürsorgearbeit bei der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion innhehaben.
Das liegt nicht alleine an der Ignoranz der Linken gegenüber feministischen Anliegen, sondern auch daran, dass das Zusammendenken
dieser zwei Herrschaftsverhältnisse – Klassenverhältnis und Geschlechterverhältnis – tatsächlich profunde theoretische und politische Probleme aufwirft. Diese Probleme und mögliche Lösungsansätze werden Thema der Veranstaltung.