Organisiert von der Assoziation gegen Kapital und Nation Hannover (junge Linke) und Fast Forward Hannover
Donnerstag 6.Mai |19 Uhr | Sturmglocke (Klaus-Müller-Kilian-Weg 1, 30167 Hannover)

Einerseits rufen alle nach Arbeit doch in der Regel ist auch jeder froh, wenn sie vorbei ist. So gut wie alles, was an Arbeit heute stört, hat mit dem Zweck zu tun, zu dem sie im Kapitalismus stattfindet. Klar, schon immer musste Arbeit aufgewendet werden, um nützliche Dinge herzustellen. Doch im Kapitalismus ist die Nützlichkeit der Arbeitsprodukte nur ein Mittel für den Zweck, diese Produkte möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Dabei ist es egal, ob es sich dabei um Biotomaten oder Tretminen handelt und wie man selber ihre Nützlichkeit beurteilt. Die Arbeitgeber wollen mit dem Verkauf der hergestellten Waren einen Profit einfahren. Und die Arbeitnehmer wollen den Lohn, weil sie damit Zugriff auf die »schöne, bunte Warenwelt« haben. Dabei wollen die Arbeitnehmer prinzipiell einen möglichst hohen Lohn und die Arbeitgeber einen möglichst hohen Profit, weshalb die wenigsten Lohnerhöhungen freiwillig zustande kommen. Dieser Gegensatz zwischen Arbeitnehmern und Unternehmern liegt aber nicht an der Bosheit bzw. der Gier der Unternehmer. Er ist in der Konkurrenz begründet, die in der Marktwirtschaft immer herrscht und lässt sich unter diesen Bedingungen daher auch nicht aufheben: weder durch stärkere Gewerkschaften und mehr Umverteilung von »oben nach unten«, noch durch die Einführung eines Mindestlohnes oder eines bedingungslosen Grundeinkommens, den Boykott von »Billigläden« bzw. den bewussten Konsum oder selbstverwaltete Betriebe. Warum all diese Ansätze Armut und Elend nicht aus der Welt schaffen, wollen wir mit euch in einer Diskussion über Lohnarbeit im Kapitalismus klären.

Die Veranstaltung ist der Auftakt der monatlichen Diskussionsreihe »Disko Hannover«